Selbstbewusstsein mit Glasknochen Jugendfreizeit 2002 in München, 06.09.02 - 08.09.02
Der Landesverband Baden-Württemberg führte dieses Jahr seine 1. Jugendfreizeit in München durch. Der Schwerpunkt der Tagung wurde auf das Thema "Selbstbewusstsein mit Glasknochen" gelegt.
Freitag
- Sonnige Stunden in München
Am Freitagabend trafen die Jugendlichen des Landesverbandes und Ihre Begleitpersonen in München ein. Die meisten kamen per Bahn oder Auto und um 18.00 Uhr waren wir alle komplett versammelt. Wir waren in der Jugendherberge 4you untergebracht und bereits das Bettenbeziehen stellte die Jugendlichen - und auch die Betreuer - vor die erste Herausforderung.
Nach einem gemeinsamen Abendessen legten wir sofort mit dem Programm los. Der Diplompsychologe Bernhard Kamm arbeitete mit den Jugendlichen am Thema Selbstbewusstsein, Es ergab sich eine angeregte Diskussion und die Jugendlichen tauschten Ihre Erfahrungen aus.
Anschließend ging die Gruppe noch in die Stadt - diesmal ohne Begleiter und auf sich gestellt In der Gruppe konnte das Team alle Schwierigkeiten wie hohe Bordsteine, Stufen und steile Aufgänge problemlos meistern.

- Ein Gruppenfoto beim abendlichen Zusammensitzen
Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es auf Stadtrundfahrt, Es wurde ein rollstuhlgerechter Bus eingesetzt und die Teilnehmer konnten München von allen interessanten Seiten sehen. Neben den großen Sehenswürdigkeiten wie Schloss Nymphenburg imponierte vor allem auch der geschichtliche Rückblick der Stadtführerin auf die Stadt.
Anschließend folgte ein Besuch in den Bavaria Filmstudios. Beeindruckend war ein Einblick in die Filmtechnik. Besonders die Serie Marienhof fand Interesse, da dort auch regelmäßig ein Glasknochen Betroffener Rollstuhlfahrer mitspielt.
Der offizielle Tag wurde nach einem kurzen Besuch im Englischen Garten im Deutschen Museum beendet.
Die Jugendlichen waren trotz des umfangreichen Programms noch nicht müde und ließen es sich nicht nehmen, ihre neuen Erkenntnisse über selbstbewusstes Auftreten in einer Disco auszuprobieren.
Zum Abschluss der Veranstaltung hatte die Jugendlichen und Betreuer nochmals die Gelegenheit zur Reflektion der beiden Tage. Alle waren mit dem Verlauf sehr zufrieden und regten eine ähnliche Veranstaltung für nächstes Jahr an. Neben dem Workshop war vor allem der Erfahrungsaustausch wichtig, der gemeinsame Umgang mit der Behinderung und die Erfahrung, dass München auch im Rollstuhl fast problemlos erforscht werden kann.
![[Symbol: Logo der Deutschen Gesellschaft für Osteogenesis imperfecta-Betroffene e.V.]](http://www.oi-gesellschaft.de/images/oi_logo.gif)

