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Dieser Bericht ist als Information und Mutmacher für alle die OI-ler gedacht, die vor einem ähnlichen Problem stehen. |
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Kleine Klappe, große Wirkung!
(Was einem wirklich zu Herzen geht.)
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Dass ich
meine Klappe nie ganz dicht halten konnte, wissen meine Mitmenschen schon seit
Jahren und mussten lernen, damit umzugehen. Als aber
Ende 1999 meine Herzklappe dem Bündnis der undichten Klappe beitrat, war dies
allein mein Problem. |
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Um dies
auszugleichen arbeitet der Herzmuskel mehr und Muskeln die viel arbeiten wachsen
bekanntermaßen. Dabei wird das Herz irgendwann zu groß und damit wieder
schwach. |
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Dies hieß
somit für mich, jedes Jahr zur Kontrolluntersuchung. In der Hoffnung, das eine
OP erst in 100 Jahren erforderlich ist. Denn wer lässt sich schon freiwillig
gerne am Herz operieren? Ich bestimmt nicht. |
| Nur Anfang November 2008 lief es etwas anders. Während ich so friedlich beim
Kardiologen zu Untersuchung auf der Liege lag meinte dieser: „Da werden wir
diesmal operieren müssen.“ „Ups! Also im Februar käme mir das gut aus.“ „Nein noch vor Weihnachten.“ Bis Weihnachten waren zu diesem Zeitpunkt etwas weniger als 7 Wochen. Für mich ergab sich die Frage, wo gehe ich hin. Da war im Hintergrund ja immer noch die OI mit ihren zusätzlichen Risiken. Aber in den letzten Jahren hatte ich keine Klinik gefunden von der ich überzeugt war, daß diese für OI-ler mit Herz-OP der Bringer war. |
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Die Zeit
wurde knapp, aber warum in die Ferne schweifen. |
| Dann kam am 09.12. die OP. Über die kann ich aus persönlicher Sicht logischerweise relativ wenig berichten. Irgendwann wurde ich wieder wach und jemand erzählte mir, dass alles gut sei und meine Frau gleich käme. Die erste Unterhaltung mit ihr gestaltete sich etwas schwierig. Mit dem Tubus der Beatmungsmaschine im Hals spricht es sich so schlecht. Aber auch das ging vorüber. |
Ausmessen der Größe einer neuen Herzklappe während OP |
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Einsetzen einer biologischen Herzklappe |
Später habe ich dann im vorläufigen Arztbrief nachgelesen, dass die OP regelrecht verlaufen war und es außer dem erforderlichen Durchsägen des Brustbeines keine zusätzlichen Frakturen gegeben hatte. Hierfür möchte ich mich an dieser Stelle bei den umsichtigen Operateuren nochmals recht herzlich bedanken. Am nächsten Tag ging es dann zurück von der Intensivbetreuung zur regulären Station. Ein Fortschritt. |
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Hier gab es
in der ersten Nacht allerdings einen kleinen Rückschlag. Ich wurde, wie es nach
OP’s hin und wieder geschieht, erheblich unruhiger als normal. Alles und jedes
wurde mir lästig und ich wollte um jeden Preis alle diese Schläuche und
Leitungen loswerden. Und wenn es dann das Personal nicht macht dann versucht man
es halt selbst. |
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Die nächsten
Tage verliefen dann ruhiger und es ging Stück für Stück aufwärts. Dank des
guten Einsatzes des Pflegepersonals fühlte ich mich auch gut aufgehoben. Dies
war sehr hilfreich für den Genesungsprozess. Als ich dann 2 Tage vor
Weihnachten entlassen wurde war ich froh, den schlimmsten Abschnitt hinter mir
zu haben. |
Echokardiogramm nach erfolgreicher OP |
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Fazit: |
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Ich bin
jetzt also glücklicher Träger einer künstlichen Klappe von 24 mm Durchmesser und darf den Rest meines
Lebens Marcumar schlucken. Aber damit kann man alt werden. Auf jeden Fall wird
es in Bezug auf fit sein besser als vorher. |
| Düsseldorf, Januar 2009 Günther Averbeck 1. Vorsitzender LV NRW Hier geht es weiter zur Reha. |
Die Aufnahmen der Herz-OP wurden uns freundlicherweise von PD Dr.med.Boeken, Oberarzt der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie der Uniklinik Düsseldorf, zur Verfügung gestellt. |
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