OI-NRW

Fortbildung 2004

Wie die Jungfrau zum Kind 
oder
Wie ein Seminar zustande kommt 

OI-NRW


Ja, so fing alles an. Jährliche Mitgliederversammlung des LV NRW am 11.05.03 ( Muttertag ) in Remagen.
Im Laufe der Veranstaltung erzählte eine Mutter folgendes:
"Unser Carsten geht auf die katholische Grundschule (Franziskus-Schule) in Mönchengladbach. Diese veranstalten jedes Jahr in der Weihnachtszeit einen Basar. Der Erlös dient immer einem guten Zweck. Sie wollten dieses Mal auch etwas für den Verein tun, bei dem Carsten Mitglied ist. Aber nur, wenn sieauch das Ergebnis sehen können und das Geld nicht im großen Topf verschwindet."

Wir anderen standen erst mal da getreu dem Motto:" Ups, watt nu? Wofür nehmen wir diese Spende? Haben wir ein offenes Einzelprojekt?" 
Hatten wir natürlich nicht. Also musste was Neues her. 
So kam es zu dem Vorschlag: 

Ein
Infotag für die Physio- und Ergotherapeuten der betroffenen Kindern aus NRW. Als Referentin  dachten alle an unsere  Bundesvorstandsbeauftragte für Physiotherapie, Tanja Petersen.
Somit hatte ich als 1. Vorsitzender den Auftrag, mich zu kümmern. 

Schon in den ersten Gesprächen mit Tanja stellte sich heraus, daß ein Tag für die Fülle der Informationen viel zu kurz ist. Also hat der Vorstand von NRW kurzfristig entschieden, ein ganzes Wochenende draus zu machen. Aber wo ?

Schließlich ist dies, trotz möglicher Zuschüsse, auch eine Preisfrage.
Zum Glück hatte ein Elternpaar eine Therapeutin, die gleichzeitig Schulungsverantwortliche für Therapeuten an der DAA in Siegen ist.
Und die D
AA in Siegen hat ein eigenes Trainotel. 
Zentrale Lage innerhalb der Republik, preislich im angemessenen Rahmen, kurz gesagt = optimal.

Jetzt fehlten nur noch die TeilnehmerInnen. Die Adressen der TherapeutInnen zu bekommen war der schwierigste Teil. Nach diversen Aufrufen bei den Mitgliedern (erst nur in NRW, dann in Bad Nauheim und  übers Internet ) kamen mit Mühe und Not 14 Adressen von TherapeutInnen zusammen. Davon konnten aber nicht alle zum geplanten Termin. 
Also während der Reha-Care weiter Reklame gemacht. Wieder zwei mehr.
Der Termin für das geplante Wochenende (05. bis 07. März 2004) kam immer näher. 
Ich befürchtete schon, dass die Fortbildung "mangels Masse" ausfällt. 

Es war schon Ende Januar, da kamen trotz Anmeldeschluss die Teilnahmewünsche nur so geflogen. Obwohl in Absprache mit Tanja die Teilnehmeranzahl auf 16 erhöht worden war, gab es einige Absagen an Teilnahmewillige. 


Dann war es endlich soweit. Freitag, den 05.03.2004 kurz vor 18:00 Uhr waren alle TeilnehmerInnen anwesend und konnten von mir begrüßt werden. 
Nach einer kurzen Einführung am Freitag, ging es am Samstag und Sonntag zur Sache. Da hatte ich mich schon längst wieder auf den Weg nach Hause gemacht. Die Bilder auf der nächsten Seite sprechen Gott sei Dank für sich.

Der Schulleiterin der Franziskus-Grundschule aus Mönchengladbach hatten wir angeboten sich vor Ort anzusehen, wo denn die Spende der Schule "abgeblieben" ist.  Sie konnte sich am Samstag von der guten Verwendung überzeugen.

 

Die Aussagen der TeilnehmerInnen dieses Seminars waren schon am Freitag Abend: "Gut das es so was endlich mal gibt. Kommt da eine Fortsetzung?" Die Feedback-Bogen nach Abschluss des Seminars haben diese Aussagen bestätigt und außerdem ein hohes Maß an Zufriedenheit über Inhalt, Organisation etc. des Seminars zum Inhalt gehabt. 

 

Ob es eine Fortsetzung gibt, kann ich nicht sagen. Das ist auch eine Frage der Finanzen. Aber vielleicht lässt sich ja der Bundesverband überzeugen, dies dann zu übernehmen.

 

Mein spezieller Dank gilt auch den Eltern von Hanna und Jule sowie den Eltern von Tim. Deren betroffene Kinder waren nämlich am Samstag Nachmittag anwesend. Somit konnten alle TeilnehmerInnen die unterschiedlichen Entwicklungen, auch im Vergleich zu den von ihnen Betreuten, hautnah erleben.

Günther Averbeck                                                    zu den Fotos

1.Vorsitzender Landesverband NRW